{"id":50,"date":"2007-07-05T19:38:57","date_gmt":"2007-07-05T17:38:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hermione.de\/blog\/?p=50"},"modified":"2007-07-07T19:41:37","modified_gmt":"2007-07-07T17:41:37","slug":"henning-mankell-wallander","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.hermione.de\/?p=50","title":{"rendered":"Henning Mankell &#8211; Wallander"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das spannenste was es gibt<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt in der Spannungsromantheorie (Vgl. z. Bsp. &#8222;Wie schreibe ich einen verdammt guten Roman&#8220;) eine zentrale und sinnvolle Regel, an die man sich als Spannungsbuch-Autor halten muss: Der Held muss allerschwerste Pr\u00fcfungen bestehen. D.h. der Held muss allerschlimmsten Gefahren ausgesetzt werden. W\u00e4re die Gefahr, die der Held erfolgreich bew\u00e4ltigen soll, mikrig, w\u00e4re der Held mikrig und das Buch langweilig.<\/p>\n<p>Das Problem dabei ist nun folgendes: als Autor h\u00e4lt man das wohl nicht wirklich gerne aus. Schliesslich hat man als Autor die Macht und M\u00f6glichkeit, schnell alles wieder gutzumachen. Der Schreibende ertr\u00e4gt die maximale schreibbare Spannung leider nicht immer. Da hat der Leser es leichter, er ist dem Schreibenden ausgeliefert. Der langweilige Schreiber will seinem Helden m\u00f6glichst schnell beistehen und ihn ausser Gefahr bringen. Schnell, schnell, am besten noch bis Ende der Seite muss der Held aus seiner Not errettet werden. Meinetwegen bis Ende des Kapitels, aber dann darf er wenigstens seine Hoffnung nicht verlieren, den Glauben an die Rettung. Es muss doch gut enden, oder?<\/p>\n<p class=\"buchkritik\">Einzig und allein Mankell (zumindest insoweit mir die B\u00fccher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, in Erinnerung geblieben sind) beherrscht diese Kunst. Ja, wir wussten alle von Anfang an, dass Wallander am Ende erfolgreich sein w\u00fcrde. Trotzdem: Nach dem Lesen der Wallander-Krimis, ist mir bei jedem anderen Krimi (anderer Autoren) aufgefallen, wie sehr der Autor vor seinen selbst ausgedachten B\u00f6sewichten in die Kniee geht. Wie man als Schreibender nicht ertragen kann, wenn der liebgewonnene Held leiden muss.<\/p>\n<p>Das Schreiben von richtig guten Spannungsb\u00fcchern eignet sich nur f\u00fcr gnadenlose Sadisten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das spannenste was es gibt Es gibt in der Spannungsromantheorie (Vgl. z. Bsp. &#8222;Wie schreibe ich einen verdammt guten Roman&#8220;) eine zentrale und sinnvolle Regel, an die man sich als Spannungsbuch-Autor halten muss: Der Held muss allerschwerste Pr\u00fcfungen bestehen. D.h. der Held muss allerschlimmsten Gefahren ausgesetzt werden. W\u00e4re die Gefahr, die der Held erfolgreich bew\u00e4ltigen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blog.hermione.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50"}],"collection":[{"href":"http:\/\/blog.hermione.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blog.hermione.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.hermione.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.hermione.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=50"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/blog.hermione.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/50\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blog.hermione.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=50"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.hermione.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=50"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.hermione.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=50"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}